Kazuya Ishida

Ishida-san lässt sich von der Natur inspirieren und spiegelt maritime und geologische Formen in seinem „Rahou“ (螺法) Spiralstil wider. Er verwendet lokalen Bizen-Ton und unglasierte Holzbrandtechniken, um natürliche Ascheeffekte zu erzielen, die seinen Arbeiten einzigartige Texturen und Farben verleihen.

Kurze Biografie

  • 1986: Geboren in eine Töpferfamilie in Imbe, Bizen, Okayama, Japan
  • 2000er Jahre: Studium der Keramik in Bizen und Kyoto
  • 2005–2009: Ausbildung bei dem Lebenden Nationalschatz Isezaki Jun, mit Vertiefung der Bizen-Techniken und dem Verständnis für die Bedeutung des traditionellen Handwerks
  • 2011–2012: Internationale Erfahrungen in Großbritannien, mit Erkundung von English Slipware in der Leach Pottery
  • 2013: Gründung seines eigenen Brennofens in Bizen; Schaffung unglasierter Keramik im Bizen-Stil mit Anagama- und Noborigama-Öfen
  • Seit 2015: Zusammenarbeit mit der University of Oxford an Anagama-Projekten; Teilnahme an Residencies in den USA und Australien

„Ich habe Techniken entwickelt, indem ich mich mit dem Zufall, dem goldenen Schnitt und den Gesetzen der natürlichen Welt auseinandergesetzt habe."(Aus einem Interviewmit Imprint Space)

„Die alten Meister lernten, die Schönheit der natürlichen Farben zu schätzen, die der unglasierte Ton entwickelt, wenn er an verschiedenen Stellen im Ofen Hitze, Feuer und geschmolzener Asche ausgesetzt wird. Diese Wertschätzung für natürlichen, unglasierten Ton wird tsuchi-aji genannt – also der ‚Geschmack der Erde'."(Aus einem Interview mitInsula Europea)

About Kazuya Ishida (Bizen, Japan)

Bekannt für funktionale Keramiken wie Vasen, Tee- und Sake-Gefäße, werden Kazuyas Werke in japanischen wie internationalen Galerien gleichermaßen geschätzt.

Techniken:

  • Rahou (螺法): Inspiriert von natürlichen Spiralformen wie Muscheln, umfasst Ishida-sans Rahou-Technik das Einritzen von Linien in eine zylindrische Form, die anschließend auf der Töpferscheibe bearbeitet wird, um dynamische Spiralmuster zu erzeugen, die natürliche Rhythmen evozieren.
  • Adaptation der Slipware-Technik: Während seines Aufenthalts in Großbritannien erlernte Ishida-san traditionelle englische Slipware-Techniken. Er adaptierte diese Methode, indem er weißen Slip aufpinselte und diesen anschließend mit einem Bunsenbrenner rasch trocknete – so entstehen reiche, organische Texturen.

Durch die Integration dieser Techniken verbindet Ishida-san traditionelle Bizen-Keramiktechniken mit zeitgenössischen Einflüssen und schafft Werke, die gleichermaßen in der Geschichte verwurzelt sind wie moderne Ästhetik widerspiegeln.