YiZhi
YiZhi stammt aus Jingdezhen, einem renommierten Zentrum der chinesischen Kunst- und Handwerksszene, und schlägt in seiner künstlerischen Arbeit einen überraschenden Weg ein: Er lässt sich stark von japanischer Ästhetik inspirieren. Seine Nicht-Porzellan-Werke verkörpern für mich eine harmonische Verbindung zweier eigenständiger Tee-Kulturen, die ich persönlich seit vielen Jahren schätze und bewundere.
About YiZhi (Jingdezhen, China)
Als ich YiZhis Arbeit zum ersten Mal entdeckte, war ich sofort bewegt von seinem unverwechselbaren Stil, seiner zarten Schönheit und seiner vollkommenen Unvollkommenheit. Es war im Herbst 2022, als ich mich auf die Suche nach frischen Talenten und einzigartigen Künstlern für mögliche Kooperationen gemacht hatte – insbesondere um die Vision meiner entstehenden Galerie zu ergänzen. Während ich diese Kollektion für das kuratierte, was die erste Einzelausstellung werden sollte, suchte ich – völlig unabhängig davon – nach einem Namen für mein Vorhaben, aus dem schließlich UNEARTHED wurde. Im Nachhinein frage ich mich unwillkürlich, ob diese Wahl das Ergebnis einer unbewussten Verbindung war.
YiZhis Arbeiten wecken in mir eine Vielzahl von Assoziationen. Die ausgefransten und perforierten Ränder rufen Erinnerungen an längst vergessene, langsam korrodierende Metallplatten wach. Die Formen und Profile der Stücke erinnern an verschiedene Figuren – manche erinnern an Geister, andere an Krieger. Werden diese Stücke in der Galerie präsentiert, entsteht eine subtile Atmosphäre, die an die Ausgrabungsstätte der zweitausend Jahre alten Terrakotta-Armee erinnert, die einst gemeinsam mit dem ersten Qin-Kaiser bestattet wurde.
Trotz dieser historischen Assoziationen machen YiZhis Teekannen beim Gebrauch ebenso viel Freude wie jedes gut gefertigte moderne Teegeschirr.
YiZhis Werk geht weit über das reine Endergebnis hinaus – es feiert den gesamten kreativen Prozess, der sich in den einzigartigen Spuren zeigt, die seine Teekannen vom Entstehen tragen, einschließlich sichtbarer Male von Geglücktem wie von Missglücktem.
YiZhi stammt aus Jingdezhen, einem renommierten Zentrum der chinesischen Kunst- und Handwerksszene, und und sein künstlerisches Schaffen schlägt einen überraschenden Weg ein: Er lässt sich stark von japanischer Ästhetik inspirieren. Für mich verkörpern seine Nicht-Porzellan-Arbeiten eine harmonische Verbindung zweier eigenständiger Tee-Kulturen, die mir persönlich seit vielen Jahren am Herzen liegen.
Wild clay in Jingdezhen
Obwohl er in der Porzellanhauptstadt der Welt lebt, die unzählige klassische Stile bereithält, geht YiZhi seinen ganz eigenen Weg. Indem er die Feinfühligkeit des Porzellandrehens auf Wildton überträgt, entstehen einzigartig skulpturale Gefäße. Die Bandbreite an Texturen, Farben und Formen offenbart immer wieder Facetten von YiZhis besonderem Umgang mit Ton.
Die Spuren der Zeit beobachten
„Beim Drehen an der Töpferscheibe war und bin ich stark von jenen Gefäßen fasziniert, deren natürliche Textur an abgestorbenes Holz erinnert. Es erinnert mich an die Spuren der Zeit, an Muster, die Jahre und Jahrzehnte in natürlichen Materialien hinterlassen.
Ich verwende die traditionelle Drehtechnik aus Jingdezhen, und wenn ich das Gefäß von innen aufweite, gibt es nur eine einzige Chance, die Form zu gestalten. Dieser Prozess ist unumkehrbar – und genau diese Herausforderung und die starke Ungewissheit reizen mich. Das Formen und Drehen jedes einzelnen Stücks ist ein Dialog mit meinem Inneren, der mich lehrt, den Zustand der Dinge zu achten und ihre Unvollkommenheiten anzunehmen."
(frei übersetzt aus dem chinesischen Originaltext vonYiZhi一之)
Kurze Biografie
- 2014: Abschluss an der Jingdezhen Academy of Arts and Crafts, Fachrichtung Keramikkunst und -design
- 2015: Studium der traditionellen Drehtechniken in Jingdezhen
- 2016: Erlernen professioneller Bonsai-Pflegetechniken
- Seit 2017: Herstellung von keramischen Tee-Utensilien
Holzbrandtechnik
YiZhi ist der festen Überzeugung, dass der Holzbrand die ideale Ergänzung zu seinen einzigartigen Formen ist, um schlichte und wesentliche Schönheit zu vermitteln. Aus diesem Grund hat er die vergangenen Jahre damit verbracht, diese Technik zu meistern – trotz zahlreicher Rückschläge auf dem Weg dorthin. Doch gerade diese Misserfolge haben seinen Willen gestärkt, die gewünschten Ergebnisse zu erreichen.
Durch den Holzbrand erhalten die Oberflächen seiner Teegefäße ein getupftes, mattes Erscheinungsbild – ein Resultat der Holz- und Reisschalen-Asche. Es ist diese schlichte, unaufdringliche Schönheit, still und zurückhaltend, die eine bemerkenswerte Fähigkeit besitzt: den Geist zu beruhigen und zu befreien.
YiZhis Wildton ist leicht porös und sollte daher nur mit einer Tee-Art bzw. -kategorie verwendet werden. Unserer Meinung nach harmoniert er besonders gut mit mittelgereiftem und gereiftem Sheng Pu'er sowie Wuyi Yancha und anderen mittel- bis starkgerösteten Oolongs. Auch alle Arten von Heicha (fermentierte/dunkle Tees) mit weitgehend intakten Blättern eignen sich sehr gut. Andere Tees (auf der dunkleren Seite) können ebenfalls ausprobiert werden – für uns passen jedoch jene Tees am besten zu YiZhis Ästhetik. Für die ersten zwei Aufgüsse empfehlen wir, höchstens Tee mittlerer Qualität zu verwenden, bis die Teekanne eingearbeitet ist. Reinigen Sie die Kanne stets ausschließlich mit heißem oder kochendem Wasser.
Alle Teekannen haben ein Einlochsieb (ähnlich wie bei klassischen Yixing-Teekannen), funktionieren jedoch einwandfrei mit halbintakten Blättern. Jede Teekanne wird mit einer signierten Holzschachtel geliefert. Bei Fragen zu YiZhis Arbeit oder der kommenden Kollektion stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.







































































































































































































































































































































