Vlastimil Hanuš

Vlasta ist Bildhauer, Holzhandwerker und Instrumentenbauer – seine Arbeit wurzelt in einer tiefen Ehrfurcht vor dem Material. Er arbeitet vorwiegend mit Hölzern aus den Wäldern Südböhmens und verwandelt lokal gewonnenes Holz in elegante, funktionale Tee-Accessoires: Tabletts, Schaufeln und geschnitzte Gefäße, die sowohl dem Baum als auch dem Tee Respekt zollen.

Kurze Biografie

  • Begann ein formales Studium an mehreren Universitäten, verließ es jedoch auf der Suche nach einem handwerklicheren Weg
  • Wandte sich 2017 der Tischlerei und Holzschnitzerei in Příbram zu
  • Ausgebildet als professioneller Bildhauer, Vergolder und Instrumentenbauer
  • Begann 2018 mit der Herstellung handwerklicher Teeutensilien
  • Lebt abwechselnd in Prag, Südböhmen und überall dort, wohin ihn seine Projekte führen

„Holz ist nicht nur ein Material – jeder Baum war einmal lebendig, ein lebendiger Organismus."

— Vlastimil Hanuš

About Vlastimil Hanuš (Südböhmen, Czech Republic)

Im Jahr 2022 besuchte ich Vlasta in seinem Sommerdomizil im „Tschechischen Kanada" – einem abgelegenen Teil Südböhmens, umrahmt von alten Eichen, einem Tipi, einer Sauna und tiefer Stille. Es war mein erster Roadtrip allein seit der Pandemie und der Geburt meiner Tochter – und er fühlte sich wie ein Neuanfang an.

Vlasta empfing mich mit einer Suppe aus seinem eigenen Kürbis. Wir tranken Tee, sprachen über Ästhetik und Holz und ließen den Abend in einer selbstgebauten Sauna ausklingen – umgeben von Sternen und Wald.

Hier erschafft Vlasta sein Werk: umgeben von Stille, Feuer und Freunden. Seine Tabletts und Schöpfer sind von Hand geschnitzt – statt Schleifpapier verwendet er Microplane-Raspeln, um die Maserung des Holzes zu respektieren. Oft fällt er die Bäume selbst, trocknet sie und vollendet jedes Stück mit Ölen und Wachsen – damit die Oberfläche und Geschichte des Holzes lebendig und offen bleiben.

Seine Arbeit ist eine Zusammenarbeit mit dem Material. Er nutzt sowohl dienatürliche Maserung des Holzesals auch seine eigenen Schnitzbewegungen, um vielschichtige Texturen zu schaffen, die haptisch und zugleich zurückhaltend sind – ohne sich auf dramatische Maser oder auffällige Oberflächen zu stützen. Jedes Stück balanciert Form und Funktion, Schmuck und Bescheidenheit.