Yamada Yutaro
Yutaro Yamada (山田勇太朗, geb. 1992) gehört zur jüngsten Generation der Tokoname-Teekannenmacher — der erste Kyusu-Spezialist seiner Töpferfamilie, der mit selbst gegrabenem Ton, Shudei, Mogake und Yohen arbeitet.
About Yamada Yutaro (Tokoname, Japan)
Yutaro Yamada (geb. 1992, Tokoname) gehört zur jüngsten Generation der Kyusu-Töpfer in Japans berühmtester Kyusu-Stadt. Obwohl seine Familie bereits seit drei Generationen mit Ton arbeitet, ist er der Erste, der sich ganz der Teekanne verschrieben hat — nach einem frühen Umweg über ein Ingenieurstudium schloss er 2017 sein Studium am Tokoname Ceramic Research Institute ab. Er gräbt und verarbeitet seinen Ton selbst von der Chita-Halbinsel und arbeitet ausschließlich mit Kyusu, stets im Gleichgewicht zwischen handwerklicher Präzision und einer unverwechselbaren persönlichen Handschrift.
„Ich bin vernarrt in Kyusu."
Yutaro Yamada
Kurze Biografie
- Born 1992 in Tokoname, Aichi — the historic heart of Japanese teapot making.
- Third generation of a Tokoname pottery family, but the first to devote himself entirely to kyusu (his grandfather made braziers; his father, who makes planters, “has no interest in teapots”).
- Trained in ceramics at Tokoname High School, took an engineering degree at Daido University (2014), then returned to clay and completed the Tokoname Ceramic Research Institute (とこなめ陶の森陶芸研究所) in 2017.
- Digs and refines his own clay, water-levigating Chita Peninsula earth over long periods to throw teapots prized for being exceptionally thin and light.
- Works in genuine shudei (本朱泥, iron-rich red clay), kokudei (黒泥, black clay), the mogake (藻掛, seaweed-scorch) technique, and yohen (窯変, kiln-flame colouration).
- Pierces each internal strainer by hand and finishes the body-to-spout joint with a distinctive “hane” (wing) flourish.
- One of the most closely watched of Tokoname's youngest generation of teapot makers.
Yamada gräbt und schlemmt seinen eigenen Ton von der Chita-Halbinsel über lange Zeiträume auf, und arbeitet mit echtem Shudei (本朱泥), dem rotbraunen Reisfeld-Ton, und Kokudei (黒泥), dem schwarzen Ton – ergänzt durch Mogake (藻掛, Seegras-Brandzeichnung) und die Flammenfärbung des Yohen (窯変). Jeden inneren Siebfilter durchsticht er von Hand, und die Verbindung zwischen Korpus und Ausguss vollendet er mit seiner charakteristischen „Hane" – dem Flügel. Seine Teekannen erscheinen als Yokode (Seitengriffkanne), Rückengriff-, Rund-, Ei- und Flachrundformen, allesamt außergewöhnlich dünnwandig und leicht gedreht.
Dass ein Handwerker in so jungen Jahren sich ausschließlich dem Kyusu verschrieben hat — dem anspruchsvollsten Objekt in Tokonamas Repertoire, in einer Familie, die nie Teekannen herstellte — sagt viel über den Ernst aus, mit dem er sein Handwerk betreibt, und wohin er es führen möchte.
