Mathieu Casseau
Mathieu Casseau ist ein französischer Töpfer aus Douarnenez (Bretagne), bekannt für fein gedrehte Schalen mit holzbrand- und rauchgezeichneten Terra-Sigillata-Oberflächen.
Kurze Biografie
- Französischer Töpfer, der vorwiegend mit Terra Sigillata arbeitet.
- Studierte angewandte Kunst in Nantes und spezialisierte sich später auf Keramik in Dieulefit, bevor er sich an der bretonischen Küste niederließ.
- Betreibt das „Atelier Terre Sigillée" in Douarnenez, wo er alle Arbeiten selbst dreht, verfeinert und brennt – überwiegend in Holzöfen.
- Verwendet hochveredelte, eisenhaltige Engoben und Niedrigtemperaturbrand, um dichte Farben, Mikrorisse und rauchige Übergänge auf ansonsten makellosen Formen zu erzielen.
- Mitglied der Ateliers d'Art de France und regelmäßig zu spezialisierten Terra-Sigillata-Ausstellungen und Töpfermärkten in Frankreich und Europa eingeladen.
„Der rote Faden, der sich durch meine Arbeit zieht, ist die Spannung der Linie. Ich mag Körper, die einen Behälter evozieren – Stabilität, ohne Deckel oder Zubehör. Ich versuche sicherzustellen, dass die Bewegung aus dem Riss entsteht, im Gegensatz zum gesetzten Aspekt der Form."
About Mathieu Casseau (Bretagne, France)
Mathieu arbeitet fast ausschließlich mit Terra Sigillata – einer Technik, die in der römischen und gallo-römischen Keramik verwurzelt ist und ursprünglich dazu diente, alltäglichem Geschirr eine dichte, nahezu wasserdichte und leuchtende Oberfläche zu verleihen. In seinem Atelier in Douarnenez bereitet er verfeinerte, eisenreiche Tonengoben vor, trägt sie auf präzise gedrehte Formen auf und brennt sie anschließend im Holzbrand mit anschließender Rauchreduktion. Diese Abfolge bringt erdige Rot-, Orange- und Brauntöne hervor und erzeugt das feine Netz aus schwarzen Mikrorissen, Schleiern und Verfärbungen, das seine Arbeit prägt. Für UNEARTHED liegt der Fokus auf einer Serie von Schalen mit bewusst schlichten, ausgewogenen Formen, bei denen alle Raffinesse auf die Oberfläche verlagert wird: hauchdünne Engoben, sorgfältiges Polieren und ein Brand, der jede Schale mit einem eigenen Muster dunkler Akzente versieht. Die Stücke fügen sich selbstverständlich in einen Tee-Kontext ein und behalten dennoch eine starke skulpturale Präsenz – mit dem Gefühl, dass der Brennofen die Geste des Töpfers vollendet hat.
5.0 / 5.0
1 bewertung
























































































































































